Abgezockt: Betrüger stiehlt Kreditkartendaten und bucht Reisen für lau

Immer wieder stellt sich die Frage, wie sicher Onlinebanking, Kreditkarten und Co sind. Viel zu oft liest man in den Medien von gefälschten Emails, mit denen Betrüger an die Onlinebanking-Zugangsdaten kommen möchten, oder von Geldautomaten, die manipuliert wurden, um hier ebenfalls die Zugangsdaten abzutragen.

Dass unsere Daten heute keinesfalls sicher sind, zeigt das folgende Szenario. Dem jungen Mann wurden die Kreditkartendaten gekapert und für eine Reisebuchung verwendet – natürlich nicht für ihn, versteht sich.

Wie funktioniert die Bezahlung im Internet per Kreditkarte?

Nachdem man seine gewünschten Produkte ausgewählt hat, geht es ans Bezahlen. Zahlen per Kreditkarte liegt im Trend, ist einfach und verspricht schnellen Versand. Der Inhaber gibt die Kartennummer, das Gültig-bis-Datum der Karte und den CVS-Code in den entsprechenden Feldern an. Diese Daten sind stets fest, variieren in keinster Weise, sodass im Prinzip jeder, der es darauf anlegt, an die Kreditkartendaten kommen kann. Eine TAN-Nummer per Smart-Tan-Generator oder per SMS aufs Handy gibt es bei dieser Zahlung nicht.

Das bekannte Zitat von Matthias Claudius „Wenn einer eine Reise tut“ passt hier bestens, nur ist es hier ein anderer, der sich auf Kosten des jungen Mannes eine Urlaubsreise gönnt.

Die Kreditkartendaten wurden kürzlich nämlich durch einen Betrüger „abgegriffen“. Die Kreditkarte selbst wurde nicht gestohlen, sondern befindet sich immer noch im Besitz des Betrogenen! Nach der Kreditkartenabrechnung zu schließen, wurden im Zuge dessen dann gleich auch zwei Flüge und ein Hotelaufenthalt im Wert von knapp 1.000 Euro gebucht.

Erst das Sperren der Kreditkarte konnte Schlimmeres verhindern, doch die 1.000 Euro sind weg.

Dieses Szenario zeigt auf, dass unsere Daten keinesfalls sicher sind und dass Betrüger oftmals ein überaus leichtes Spiel haben, an diese sensiblen Daten auch ohne großen Aufwand heranzukommen.

Doch hinsichtlich des oben genannten Falles stellt sich der Betrogene noch die folgende Frage: Wie lässt sich eine Reise antreten, wenn Ausweis und Bordkarte voneinander abweichen? Gerade in Zeiten der „Terrorgefahr“ auf den Flughäfen gibt es verstärkte Kontrollen und strenge Sicherheitsbestimmungen.

Hat der Betrüger nun die Reise mit gefälschten Papieren angetreten oder sind die Kontrollen doch nicht so genau und streng, wie es üblicherweise heißt?

Die Gedanken des jungen Mannes gingen jedoch noch weiter: So sollte es seiner Meinung nach durchaus feststellbar sein, ob jemand eine Reise antritt, dessen Daten auf dem Flugticket nicht mit den Personendaten übereinstimmen. In solchen Fällen sei zu prüfen, warum das so ist.

Wie dem auch sei, dieser Fall zeigt auf übelste Art und Weise auf, dass wir im Netz vorsichtiger mit unseren Daten umgehen sollten. Und dass es für Personen, die es darauf anlegen, ein Leichtes ist, Kreditkartendaten oder andere Daten für Betrügereien „abzugreifen“.

Wer mehr über den Vorfall erfahren möchte, kann dies unter http://carsten-tauber.de/ich-sponsere-2-flugreisen-inkl-hotel/ tun.

Bildquelle: pixabay.com; Public Domain CC0

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