Die Wirtschaftskriminalität richtet immer größere Schäden an

Unter dem Begriff der Wirtschaftskriminalität wird eine Vielzahl von Delikten zusammengefasst. Im Kernpunkt geht es hierbei um Bereicherung, für die ganz verschiedene Wege genutzt werden. Beispiele für Wirtschaftskriminalität sind unter anderem Betrug, Geldwäsche, Insiderhandel, Falschbilanzierung, Korruption, Steuerstraftaten, Subventionsbetrug, Insolvenzdelikte, Industriespionage, Produktpiraterie, aber auch Untreue und Unterschlagung gehören dazu.

Steigende Tendenz bei der Wirtschaftskriminalität

Nimmt man nur alleine das Jahr 2010 ist der Schaden, der durch Wirtschaftskriminalität verursacht wurde, auf 4,7 Milliarden Euro angestiegen. Das bedeutet einen Anstieg um 1,2 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Zahlen, die nachdenklich stimmen und die eines beweisen: Die Wirtschaftskriminalität boomt. Die Dunkelziffer ist hierbei nicht mit eingerechnet, so dass tatsächlich von einem viel höheren Schaden auszugehen ist, denn nicht alle Fälle kommen auch zur Anzeige. Weiterlesen →

Provozierte Verkehrsunfälle – Kavaliersdelikt oder schweres Vergehen?

“Beim Ausparken war da plötzlich das andere Fahrzeug, das habe ich vorher gar nicht gesehen.” Blechschäden, die auf Parkplätzen entstehen, werden häufig vom Auffahrenden so entschuldigt und begründet. Gesetzlich festgehalten wurde nämlich, dass der Ausparkende die Beweislast trägt. Er muss beweisen, dass der Unfall nicht von ihm verschuldet wurde, was in vielen Fällen natürlich nur schwer möglich ist. Allerdings ist in einigen Fällen der Ausparkende tatsächlich nicht schuld, denn es gibt Autofahrer, die einen Verkehrsunfall auf diese Weise provozieren und so die Versicherungssumme abkassieren wollen. Diese Masche ist nicht neu, doch inzwischen gibt es nicht nur Einzeltäter, sondern ganze Banden, die mit dieser Methode ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen. Weiterlesen →

Plastikgeld als einzige Spur bei der Verbrecherjagd

Das Plastikgeld ist als alternatives Zahlungsmittel zum normalen Geld heute kaum noch wegzudenken. In den meisten Hotels und Restaurants, an Tankstellen und in Supermärkten und zunehmend auch in kleineren Geschäften erleichtert das Plastikgeld den Bezahlvorgang erheblich. Einkäufe im Internet werden oftmals per EC- oder Kreditkarte beglichen und bei Reisen ins Ausland ist man mit dem Plastikgeld immer zahlungsfähig, denn das Netz der Akzeptanzstellen wird ständig weiter ausgebaut. Nahezu alle Banken und Sparkassen geben Plastikgeld in Form von EC- und Kreditkarten zu den unterschiedlichsten Bedingungen und Konditionen aus. Auch im Internet gibt es zahlreiche Angebote, jeder Nutzer muss sich jedoch bewusst sein, dass diese Zahlungen leicht nachzuverfolgen sind. Weiterlesen →

Taktische und technische Methoden der Kriminalistik

Die Kriminalistik lehrt Mittel und Methoden zur Bekämpfung einzelner Straftaten und Verbrechen. Die verwendeten Mittel sind vorbeugender und strafverfolgender Natur und werden als präventiv und repressiv bezeichnet.

Taktisches Vorgehen der Polizei

Kriminaltaktik meint dabei vor allem das taktische Vorgehen bei der Verbrechensbekämpfung, es ist also das konkrete Vorgehen bei einem einzelnen Kriminalfall. Dies kann viele verschiedene Punkte beinhalten. Ein wesentlicher Punkt ist das Vorgehen bei der Vernehmung eines Verdächtigen. Ebenso fallen Wohnungsdurchsuchungen und Festnahmen in diesen Rahmen. In der Öffentlichkeit werden ermittlungstaktische Methoden ebenfalls genutzt. Es kann sich dabei um die Veröffentlichung von Phantombildern oder große DNA-Untersuchungen unter der Bevölkerung handeln. Ein bekanntes medienbezogenes Beispiel für eine taktische Maßnahme der Polizei bei einem Verbrechen ist die Fernsehsendung “Aktenzeichen XY ungelöst”, in der ungeklärte Kriminalfälle im dazu bekannten Ablauf dargestellt werden und um Hinweise und Mithilfe durch die Bevölkerung gebeten wird. Weiterlesen →

Begriff Massenkriminalität

Massenkriminalität – ein Begriff, der wissenschaftlich sehr umstritten ist – kann mit Alltagskriminalität gleichgesetzt werden. Bezeichnet werden damit Delikte, die gemäß Statistik am häufigsten in Erscheinung treten, wobei organisierte Verbrechen und Schwer- bzw. Gewaltkriminalität ausgegrenzt werden. Zur Massenkriminalität zählen somit Delikte, die als Bagatell- oder Kleindelikte bzw. Kleinkriminalität durchgehen oder von den Menschen so empfunden werden.

Die häufigsten Delikte sind Sachbeschädigung, Betrug, Diebstahl aus/in Kfz, Ladendiebstahl, Diebstahl von Fahrrädern, Körperverletzung und Leistungserschleichung. Wird als Beispiel das LKA Sachsen genommen, so hat die Massenkriminalität dort einen Anteil von mehr als 53 % und umfasst somit mehr als die Hälfte der Straftaten. Gerade die Massenkriminalität erfordert einen großen Aufwand bei den Ermittlungen, aber auch bei der Verwaltung. Das LKA Baden-Württemberg sieht die Internetkriminalität bereits als Massenkriminalität an, da bereits jede 20. Straftat und jedes dritte Wirtschaftsdelikt in Deutschland unter Internetnutzung begangen wird. Die Tendenz ist die, dass diese Straftaten steigen und das rapide. Weiterlesen →

Begriff Kleinkriminalität

Mit Kleinkriminalität werden Straftaten bezeichnet, die oft unter dem Begriff Kavaliersdelikt oder unter dem Begriff Bagatelldelikte zu finden sind. Dazu gehören u. a. kleinere Diebstähle, Verstöße gegen das Urheberrecht oder die Straßenverkehrsordnung und andere Delikte, für die kein öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung vorhanden ist. Die Staatsanwaltschaften sehen von einer Strafverfolgung dieser Bagatelldelikte meist ab bzw. stellen das Verfahren nach § 153 StPO ein.

Die typische Kleinkriminalität besteht aus Ladendiebstahl oder Unterschlagungen, die aufgrund der geringen Beträge gemäß § 248a StGB von der Staatsanwaltschaft nicht verfolgt werden, es sei denn, es liegt ein entsprechender Antrag vor. Bei der Kleinkriminalität gehen die Gesetzeshüter meist davon aus, dass es sich um eine einmalige Sache handelt und der Täter, wenn er die Abmahnung der Beamten hinter sich gebracht hat, nie wieder straffällig werden wird. Oft entspricht diese Vermutung den Tatsachen – doch leider ebenso häufig auch nicht. So manche Kleinkriminelle werden erneut straffällig. Weiterlesen →

Begriff Kavaliersdelikt

Der Begriff Kavaliersdelikt umfasst strafbare Handlungen, die jedoch nicht als “schwer” eingestuft werden. Dabei unterscheiden sich die Sichtweisen der Täter und der Polizei bzw. der Gerichte sehr. So sehen Täter Steuerhinterziehungen, Versicherungsbetrug, Schwarzfernsehen, Bestechung, Plagiate z. B. bei Doktorarbeiten, Geschwindigkeitsüberschreitungen, Alkohol am Steuer und noch einiges mehr als Kavaliersdelikt an. Es liegt in der Natur der Sache, dass dies die Justiz anders sieht – jedenfalls meistens. Weiterlesen →

Kriminalität in München

In den Jahren 2006 bis 2009 war die Anzahl der durch die Polizei festgestellten Straftaten rückläufig. Unter den zehn größten deutschen Städten galt München als die sicherste. Im Jahr 2010 stieg das Maß an Straftaten jedoch an. Mit 115.287 registrierten Delikten verzeichnet die polizeiliche Kriminalitätsstatistik einen Anstieg der Straftaten um 1,4 % oder 1.557 Fälle. Im Landkreis München fiel die Anzahl der Straftaten jedoch deutlich höher aus als in der Stadt.

Im Bereich der Straßenkriminalität konnte erneut eine Rückläufigkeit festgestellt werden. Hierbei handelt es sich insbesondere um Raubdelikte. Auf dem Gebiet der Gewaltkriminalität war das Niveau gleichbleibend. Ein deutlicher Rückgang von Delikten wurde im Öffentlichen Personennahverkehr erzielt. Die Abnahme in allen Deliktsbereichen betrug insgesamt 14,5 %. Am spürbarsten war die Rückläufigkeit bei den Diebstählen. Besonders erfreute die bayerische Polizei die Rückläufigkeit bei gefährlichen und schweren Körperverletzungen um 14,5 %. Mit der Senkung der Straßenkriminalität in der Stadt wurde der bisher niedrigste Wert seit dem Jahr 1987 erreicht. Weiterlesen →

Organisierte Kriminalität in Deutschland

Seit dem 11. September 2001 wird über den Terrorismus gesprochen und die Bevölkerung gewarnt und oft auch in Angst und Schrecken versetzt. Eine andere, weitverbreitete und womöglich weitaus gefährlichere Form von Terror, die allerdings weniger von den Terrorgruppen der Taliban ausgeht, ist die sogenannte organisierte Kriminalität. Für jeden Deutschen ist das Risiko, Opfer der organisierten Kriminalität zu werden, um ein Vielfaches höher als das eines Terroranschlages.

Da sich alle auf den Terror stürzen, schätzen die Paten der Mafia Deutschland. Das Interesse an der organisierten Kriminalität hat – leider auch beim Innen- und Justizministerium – deutlich nachgelassen. Wurden z. B. vor einem Duisburger Restaurant sechs Italiener von zwei Tätern auf grausame Weise ermordet, so wird dies im Regelfall ein bis zwei Mal in den Nachrichten und einmal als Schlagzeile thematisiert. Danach kehrt wieder Ruhe ein. Übrigens – dieser Mord ist bis heute nicht aufgeklärt. Weiterlesen →

Kriminalität in Frankfurt

Frankfurt am Main ist nicht nur ein beliebtes Urlaubsziel und ein wirtschaftlicher Ballungsraum. Es ist die Stadt der Banken, der Börse – und der höchsten Kriminalität Deutschlands. Dabei nimmt den größten Teil der Kriminalität immer noch Diebstahl ein. Obgleich die Kriminalität auch in Frankfurt nachlässt und die Polizei fast 60 % der Delikte aufklärt, ist Frankfurt immer noch die gefährlichste Metropole in Deutschland. Erschreckend dabei ist, dass ein Anstieg der schweren Diebstähle zu verzeichnen ist. Dagegen ist die Zahl der Wohnungseinbrüche gesunken, während die der Betrugsdelikte angestiegen ist. Dies sei, so der Polizeipräsident, darauf zurückzuführen, dass sich die Zahl der Schwarzfahrer mehr als verdoppelt habe. Doch die größte Sorge bereite die rechtsextreme Szene in Frankfurt, die zwar weniger Straftaten begangen habe wie im Vorjahr, deren Entwicklung jedoch bedenklich sei. Das Gleiche hat für die Linksradikalen Gültigkeit. Weiterlesen →